FEUERBERGE
Die höchsten Feuerberge in Deutschlands Vulkanzonen  SACHSEN
Letzte Aktualisierung: 08.11.2019
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Geografie/Geologie: Der   Kottmar    ist   ein   Berg   des   Lausitzer   Berglandes   im   Landkreis   Görlitz.   Er   ist ein   erloschener Vulkan   des   tertiären Vulkanismus.   Seine   Oberfläche   besteht   aus Phonolith (Klingstein), einem vulkanischen Ergussgestein.            Aufstiegsroute: Die Wanderung und der Aufstieg beginnen im Dorf Walddorf einem Ortsteil der Gemeinde Kottmar am Waldparkplatz (Wolfsgrubenweg).   Abstiegsroute: Wie Aufstieg jedoch mit geringen Abweichungen. Anstrengung: Leichte Wanderung (T1). Ausrüstung: Dem Wetter angepasste Wanderausrüstung. Gefahren: Keine. Bemerkungen: Für die Entstehung des Namens gibt es mehrere Theorien. Am wahrscheinlichsten ist die slawische Theorie, dass der Bergname „Kottmar“, im Volksmund „Kupper“ soviel wie Kuppe bedeutet. 
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© Erich Arndt
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Im Reisetagebuch geblättert (Mittwoch, 08.05.2019)                                                                                                              Nichts los auf dem Kottmar
Lage des Kottmar im Lausitzer Bergland Der Kottmar von Kottmarsdorf aus gesehen Auf dem höchsten Punkt des Kottmar (TP-Säule) Auf dem Pfarrberg in Kottmarsdorf mit Blick zum Kottmar Die Wanderung beginnt am Parkplatz Spreequelle GPS-Aufzeichnung unseres Wanderweges durch den Kottmarwald Das erste Ziel ist die Spreequelle Wenn wir die Spreequelle verstopfen, sitzt Berlin auf dem Trockenen! Hier ist der Spreelauf markiert Der Sagenpfad im Kottmarwald hat zehn Stationen - hier ist die Spreequellsage zu lesen An der Skisprungschanze des SC Kottmar Die Schanze ist auch im Sommer nutzbar Die Schanze wurde in den Jahren 1964-1968 erbaut Bis zum Kottmargipfel sind es noch 300 m Der Kottmarturm wurde im Jahr 1881 errichtet - er ist leider geschlossen Gedenktafel am Kottmarturm Die Triangulationssäule von 1864 markiert den höchsten Punkt des Kottmar Inschrift an der TP-Säule Die Bergbaude hat schon bessere Zeiten erlebt Ohne Moos nichts los auf dem Kottmar!
Der   erste   Höhepunkt “   der Tagestour,   die   in Althörnitz   begann,   war der   erloschene   Vulkan   Lausche   im   Zittauer   Gebirge.   Danach   sind Brigitte   und   ich   weiter   nördlich   ins   Lausitzer   Bergland   gefahren, um    erneut    auf    einen    erloschenen    Feuerberg “    zu    steigen.    Der Kottmar   und   die   an   Berg   liegende   Spreequelle   sind   das   nächste Ziel.   Ginge   es   nur   um   den   Ausblick,   hätten   wir   uns   den   Weg   zum Gipfel    des    583    m    hohen    Berges    sparen    können,    denn    vom Pfarrberg   in   Kottmarsdorf   gab   es   einen   grandiosen   Fernblick   über das   Panorama   der   Berge   und   Hügel   des   Oberlausitzer   Berglandes. Nach   dem   Zwischenstopp   sind   sowohl   die   Lausitzer   Landschaft   als auch   die   Bockwindmühle   aus   dem   Jahr   1843,   digital   fixiert.   Die Reise   geht   wenige   Kilometer   weiter   nach Walddorf.   Das   kleine   700 Seelen     zählende     Dörfchen     ist     der     Ausgangspunkt     unserer Wanderung.   Gegen   13:00   Uhr   geht’s   los.   Knapp   200   Höhenmeter, verteilt    auf    2,5    km,    liegen    vor    uns.    Die    Spreequelle    ist    nach wenigen Minuten über den Bierweg erreicht. Das   Berlin   an   der   Spree   liegt   wissen   wohl   die   meisten   Menschen   in unserem   Land.   Doch   wo   sie   entspringt,   ist   sicherlich   selbst   von   den meisten    Berlinern    nicht    so    einfach    zu    beantworten,    denn    für Deutschlands   wichtigsten “   Fluss   reicht   eine   Quelle   nicht   aus.   Die Spree    durchfließt    schließlich    nicht    nur    die    Bundeshauptstadt, sondern   versammelt   an   seinem   Ufer,   am   sogenannten   Spreebogen, alle      wichtigen      Regierungsgebäude.      Es      gibt      gleich      drei Spreequellen,    die    alle    in    der    schönen    Oberlausitz    liegen.    Die ergiebigste   Quelle   befindet   sich   in   Neugersdorf,   eine   weitere   ist   in Ebersbach   zu   finden,   und   die   dritte   Quelle   plätschert   am   Kottmar aus    dem    Oberlausitzer    Fels.    Die    Fassung    der    geografisch    am höchsten   gelegenen   Quelle   wurde   1921   vom   LUSATIA-Verband als   Gedächtnisstätte   für   die   Gefallenen   des   1.   Weltkrieges   gebaut. Die   Oberlausitzer   könnten,   wenn   sie   denn   wollten,   direkt   auf   das Leben der Berliner und auf die Regierung Einfluss nehmen: Wull mer de Berlinschn fuppm, do tu mer do‘n Quaal verstuppm“, so   lautet   ein   geläufiger   Spruch.   Bisher   haben   sie   die   Berliner   nicht gefuppt….
Die   Spree   ist   rund   400   km   lang   und   mündet   in   die   Havel,   diese mündet   in   die   Elbe,   welche   zur   Nordsee   fließt.   Der   Petersbach,   der ebenfalls    seine    Quelle    am    Kottmar    hat,    fließt    weiter    über    die Lausitzer   Neiße   und   die   Oder   in   die   Ostsee.   Somit   ist   der   Kottmar eine   Wasserscheide.   Der   4,5   km   lange   Sagenpfad,   der   etwa   auf halber   Höhe   um   den   Berg   herum   verläuft,   bietet   an   zehn   Stationen Legenden   an,   die   mit   dem   Kottmar   verbunden   sind.   Wir   stellen   den Rundgang   zurück,   belassen   es   bei   der   Spreequellsage   und   streben stattdessen      dem      Gipfel      zu.      Gegen      13:45      Uhr      sind      die Skisprungschanzen,    die    etwa    300    m    vom    Kottmarturm    entfernt liegen,   erreicht.   Sie   wurden   in   den   Jahren   1964   bis   1968   erbaut   und sind   dank   des   SC   Kottmar   gut   in   Schuss   und   auch   im   Sommer nutzbar.   Wenig   später   sind   die   Wanderer   am   Ziel,   doch   der   im   Jahr 1881   errichtete   15,50   m   hohe   Kottmarturm   ist   verschlossen   und sieht   marode   aus.   Ebenso   dümpelt   die   Kottmar   Bergbaude   in   seiner Nachbarschaft    verschlossen    vor    sich    hin    –    nichts    los    auf    dem Kottmar! Da   Baude   und   Backsteinturm   in   Privatbesitz   sind,   fehlt   es   am   Geld, um   den   Bauten   Leben   einzuhauchen.   Die   zerbröselnde   Gedenktafel am Turm trägt folgende Inschrift: Der    Gebirgsverein    soll    am    27.02.1880    in    Zwickau    gegründet worden    sein.    Das    Ziel    war    die    touristische    Infrastruktur    in    der Region   Oberlausitz   und   Zittauer   Gebirge   zu   verbessern.   Neben   dem Turm   befindet   sich   eine   Triangulationssäule   Zweiter   Ordnung.   Für uns ein ideales Motiv für das Gipfelfoto. Die Inschrift lautet: Station KOTTMAR der Kön. Sächs.  Triangulierung 1864
ERBAUT VOM GEBIRGSVEREIN LUSATIA IM JAHER 1881 Blick hernieder in der Täler Grün, Glück und Freude möge dort erblühn.